Weibliche Hormone und X-Chromosom mildern Corona-Krankheitsverlauf


Erste Studienerkenntnisse zur geringeren Hospitalisierungsrate bei Frauen, sagt Bettina Toth: „Es sterben deutlich mehr Männer als Frauen an oder mit Corona“

DERSTANDARD

Studien deuten darauf hin, dass Frauen in Bezug auf Corona-Erkrankungen einige Vorteile haben.Foto: AFP

Erste Studienergebnisse bieten Aufschluss darüber, warum eine Covid-19-Erkrankung bei Frauen tendenziell milder verläuft und seltener zu einer Hospitalisation oder zum Tod führt als bei Männern. Bettina Toth, Klinikdirektorin an der Innsbrucker Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, verwies im APA-Gespräch auf internationale Studien, die die positive Auswirkung weiblicher Hormone und des X-Chromosoms belegen.

Genderspezifische Unterschiede seien nicht nur vor der Menopause, sondern auch bei den 71- bis 83-jährigen Patienten signifikant. Dies wirke sich auch auf Hormonersatztherapien aus, die von Frauen mit menopausalen Beschwerden in Anspruch genommen werden, erklärte Toth, die sich auf die Bereiche Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin spezialisiert hat. Unterschiedliche Studien würden darauf hindeuten, dass „weibliche Hormone im Zusammenhang mit Coronaviren etwas total Positives sind“.

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