Afrikanische Schweinepest gefährdet Bio-Freilandhaltung

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Die Brandenburger Bäuerin Anja Koch setzt auf Freilandzucht. Doch die Schweinepest ist eine Gefahr für ihren kleinen Biobetrieb.

Christoph Kluge | DER TAGESSPIEGEL

Die Rüssel der Schweine sind sensible Organe, mit denen sie Nährstoffe aufspüren können.Christoph M. Kluge

Emsig wühlen die Schweine in der Erde. Ab und an geben sie ein tiefes Grunzen von sich. Aus einer Hütte tritt eine Sau, hinter ihr folgen sechs kleine Ferkel. Auf ihrer Weide nahe dem Dorf Gömnigk im Landkreis Potsdam-Mittelmark hält die Bio-Schweinebäuerin Anja Koch ihre Tiere ohne feste Stallgebäude. Hütten dienen ihnen als Schutz vor Wind und Regen. Doch diese Art der Freilandhaltung ist in Gefahr – durch die Afrikanische Schweinepest (ASP).

Die Rüssel der Schweine sind sensible Organe. Mit ihnen durchsuchen sie die Erde nach Nährstoffen. Die finden die Allesfresser in Pflanzen ebenso wie in Insekten oder Würmern. Vollständig können sich die Schweine aber nicht aus dem Boden ernähren, an mobilen Futterstellen stellt Anja Koch daher Getreide für sie bereit. Genau genommen handelt es sich um Getreidereste, die bei der Verarbeitung zu Brot anfallen.

Nach einigen Wochen stellt die 40-Jährige die Zäune um, dann können die Schweine ein neues Stück Weide durchwühlen. Die ständige Aktivität scheint den Tieren gutzutun. Sie wirken muskulös, geradezu durchtrainiert.

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