Australien: Missbrauchsbetroffene klagen erstmals direkt gegen Papst


1978 wurde ein australischer Priester erstmals wegen sexualisierter Gewalt verurteilt. Aus dem Klerikerstand entlassen wurde er durch den Vatikan erst nach mehrmaliger Aufforderung im Jahr 1999. Deshalb klagen Betroffene nun direkt gegen den Papst.

katholisch.de

Erstmals richtet sich eine Klage von Betroffenen sexualisierter Gewalt direkt gegen Papst Franziskus persönlich. Einem Bericht der Zeitung „Sydney Morning Herald“ (Freitag) zufolge haben drei Betroffene beim Obersten Gericht im Bundesstaat Victoria eine Klage auf Schadensersatz gegen den Papst, die Erzdiözese Melbourne und deren Erzbischof eingereicht. Die Klage richtet sich gegen Papst Franziskus, um den Vatikan zu einem Eingeständnis seiner Verantwortung zu bringen. Laut dem Anwalt der Kläger habe der Nuntius in Australien die Klageschrift bisher nicht entgegengenommen. Die drei Kläger, die zur indigenen Bevölkerung Australiens gehören, wurden von einem Priester missbraucht, der erstmals 1978 wegen eines Übergriffs auf ein damals zehn Jahre alten Mädchens zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war.

weiterlesen