Das Leben Darwins


Das neue Werk stellt nicht nur das Leben und Werk des berühmten Naturforschers vor, sondern bettet seine Leistungen in den historischen Kontext ein.

Michael Hedenus | Spektrum

Der Titel von Jonathan Clements Werk »Darwins Notizbuch« ist irreführend, denn es handelt sich keineswegs um eine Herausgabe der zahlreichen schriftlichen Notizen des britischen Naturforschers Charles Darwin (1809–1882).

Stattdessen ist es die erste deutsche Übersetzung der populärwissenschaftlichen Biografie »Darwin’s Notebook. The Life, Times, and Discoveries of Charles Robert Darwin«, die der britische Autor Jonathan Clements bereits im Jahr 2009 veröffentlicht hat.

Der allmächtige Schöpfer wird überflüssig

Charles Darwin zählt zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlern aller Zeiten. Seine Evolutionstheorie, die den Artenwandel erklärt, sowie die Feststellung, auch der Mensch stamme »von einer früheren existierenden Form« ab, haben unser Verständnis der Welt für immer verändert. Darwins Erkenntnisse basierten auf riesigen Fülle empirischer Befunde und einem enorm fleißigen Literaturstudium. Ursprünglich angeregt worden waren sie von Beobachtungen, die er auf einer fünfjährigen Weltumsegelung gemacht hatte – im Rahmen einer Vermessungsfahrt mit dem Schiff „Beagle“. Seine Theorie widerlegte die Entstehung der Arten in eigenständigen Schöpfungsakten. Die großen Debatten darüber mussten aber andere an Darwins Stelle führen, denn er litt seit seiner Rückkehr an einer bis heute ungeklärten chronischen Krankheit.

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