EU-Kommission: Ungarn darf Russlands Corona-Impfstoff einsetzen

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Eine nationale Zulassung einzelner Impfstoffe ist im Notfallverfahren möglich. Ungarn will „Sputnik V“ aus Russland ordern, da nicht feststehe, wann die Verteilung der anderen Impfstoffe in der EU beginnen könne.

Die Presse

Pakete mit dem russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ werden bald in Ungarn ankommen. via REUTERS

Ungarn ist es nach Angaben der EU-Kommission freigestellt, den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ zu nutzen. Normalerweise sei zwar die Europäische Arzneimittelagentur Ema für die Zulassung von Impfstoffen zuständig, sagte ein Kommissionssprecher am Montag in Brüssel. Aber „ein Mitgliedstaat kann sich dazu entschließen, ein Notfallverfahren einzuleiten“. Das Mittel dürfe dann ausschließlich in diesem Mitgliedstaat zum Einsatz kommen.

Ungarn will als bisher einziges EU-Land beim Kampf gegen die Corona-Pandemie auch auf den russischen Impfstoff setzen. Eine erste Lieferung mit einer Handvoll Testdosen „Sputnik V“ kam bereits in Budapest an. Die Regierung kann sich nach eigenen Angaben vorstellen, größere Mengen aus Russland zu ordern oder das Mittel in Ungarn selbst zu produzieren.

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