Fall Nawalny: Russland wirft Deutschland Desinformationskampagne vor


Im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Nawalny hat die Regierung in Moskau erneut Vorwürfe an die Bundesregierung gerichtet.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Alexej Nawalny (dpa/ TASS/ Sergei Fadeichev)

Deutschland betreibe in dem Fall eine Desinformationskampagne, heißt es in einer schriftlichen Erklärung der russischen Delegation zum Auftakt der Konferenz der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen in Den Haag. Deutschland wiederum erklärte, die Anwendung eines Nervengases wie im Fall Nawalnys gefährde die Integrität der Chemiewaffen-Konvention und die Sicherheit der Länder.

Russland bestreitet eine Beteiligung an dem Anschlag auf Nawalny. Der Politiker soll mit einem in Russland entwickelten chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sein. Er wurde in der Berliner Charité behandelt.