Arktis: Realität überholt Prognosen


Vorgeschmack auf die Zukunft: Der Westen Alaskas zeigt schon jetzt, was der Arktis in den kommenden Jahrzehnten droht. Denn dort ist der Permafrost durch einen extrem warmen Winter und starken Schneefall rasant aufgetaut. Als Folge sind innerhalb weniger Wochen 192 Schmelzwasserseen ausgelaufen – zehnmal so viel wie normal. Gleichzeitig entsprachen die Klimabedingungen denen, die von Modellen erst für 2060 vorhergesagt sind.

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Solche flachen Schmelzwasserseen sind für viele arktische Tundra-Gebiete typisch. Doch sie werden zunehmend instabil. ©Alfred-Wegener-Institut/Ingmar Nitze

Die Arktis heizt sich durch den Klimawandel überproportional stark und schnell auf – das zeigt sich auch am arktischen Permafrost: Weil der gefrorene Boden taut, sacken Straßen, Gebäude und andere Infrastruktur ab, Hänge kommen ins Rutschen und die Erosion nimmt rasant zu. Gleichzeitig setzt der tauende Permafrostboden große Mengen an Treibhausgasen frei, die die globale Erwärmung weiter antreiben.

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