Atheisten kämpfen weiter für Anerkennung


Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich (ARG) will ihren Kampf um ihre Anerkennung und Eintragung als Bekenntnisgemeinschaft nicht aufgeben. Sie legte am Dienstag Beschwerde gegen den negativen Bescheid des Kultusamtes ein.

religion.orf.at

Das Kultusamt hatte den Antrag auf Erwerb der Rechtspersönlichkeit als religiöse Bekenntnisgemeinschaft Anfang November abgewiesen. Die ARG beanstandet nun „eine falsche Einschätzung der Tatsachen und einen zu engen Religionsbegriff, der die Religionsfreiheit beschneidet“, wie die Vereinigung in einer Aussendung erklärte. Die unter Atheistinnen und Atheisten nicht unumstrittene Gruppierung hat als fernes Ziel die Gleichbehandlung mit den etablierten Religionsgemeinschaften – etwa der römisch-katholischen Kirche.

Die ARG hatte Ende Dezember 2019 nach jahrelangen Bemühungen beim Kultusamt im Bundeskanzleramt die Eintragung als staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft nach dem Bekenntnisgemeinschaftengesetz beantragt. Sie wollte mit der Anerkennung „zu einer weltoffenen und weitblickenden Anwendung des geltenden Religionsrechts beitragen“. Bedingungen für eine Anerkennung sind unter anderem eine Mitgliederzahl von mindestens 300 Personen sowie eine entsprechende „Religionspraxis“. Die Gesellschaft gibt an, aktuell 353 Mitglieder zu haben.

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