Zahl der Hitzetoten in Deutschland nimmt zu


Eine internationale Gruppe von Forschenden hat festgestellt, dass es in Deutschland besonders viele Hitzetote wegen der Klimakrise gibt.

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Hitzewellen als Folge des Klimawandels. (Arnulf Hettrich / imago-images)

Im weltweiten Vergleich liege Deutschland vorne, Grund sei die Zunahme der Hitzetage pro Jahr in Kombination mit dem steigenden Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre. Das schreiben die Forschenden im Fachjournal „The Lancet“.

Sie ermittelten für 2018 in Deutschland rund 20.200 Todesfälle bei über 65-Jährigen im Zusammenhang mit Hitze. Nur die zwei bevölkerungsreichsten Länder der Welt mit je rund 1,4 Milliarden Einwohnern lagen nach reinen Zahlen gesehen in dem Rechenmodell noch höher: China mit 62.000 und Indien mit 31.000 Hitzetoten. In die Kalkulation nahmen die Forscher unter anderem die tägliche Maximaltemperatur, den Anteil der über 65-Jährigen und das Sterberisiko dieser Altersgruppe durch Hitze auf. Mit Blick auf die Mittelwerte der Vorjahre sei der Wert für Deutschland eine deutliche Steigerung.

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