Iran droht nach Attentat auf Nuklearphysiker: „Bereit, gegen Israel zu kämpfen“


Die Lage im Nahen Osten ist nach der Ermordung eines Atomphysikers aus dem Iran angespannt. Weitere Vorwürfe werden laut.

Marvin Ziegele | Frankfurter Rundschau

Der „Oberste Führer“ des Iran, Ali Chamenei. ©KHAMENEI.IR/AFP

Vor genau einer Woche wurde der iranische Atomphysiker Mohsen Fachrisadeh bei Teheran getötet. Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif beschuldigt Israel für die Tat. Den westlichen Staaten gibt er eine Mitschuld, da sie Israel unterstützen oder zu dem Vorfall schweigen würden, wie das Nachrichtenportal Al Jazeera berichtet.

Iran: „Warum unterstützt der Westen israelischen Terrorismus?“

„Warum unterstützt der Westen israelischen Terrorismus? Warum begeht Israel Akte des Terrors gegen Iran, ohne Konsequenzen seitens des Westens?“, fragte Zarif während der „Med2020“-Konferenz in Rom. Auch die Golfstaaten klagt Zarif an. „Ich will unsere Nachbarn fragen, sind sie bereit, mit dem Iran gegen Israel zu kämpfen? Wir sind Nachbarn in dieser Region. Ich glaube nicht, dass sie es Israel erlauben werden, den Kampf hierher zu bringen.“

Der 63-jährige getötete Kernphysiker Fachrisadeh war Mitglied der iranischen Revolutionsgarden gewesen und war ein Experte für die Herstellung von Raketen im Iran. Er galt als Kopf des iranischen Atomprogramms. Er spielte auch eine wichtige Rolle im Urananreicherungsprogramm des Iran. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

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