Schicksal von 400 000 Seefahrern: Seit Monaten kein Landgang, weit weg von Zuhause

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Noch immer sind hunderttausende Seeleute wegen der Pandemie auf ihren Schiffen gefangen. Die Uno fordert jetzt Maßnahmen – und auch Jeff Bezos ist gefragt.

Felix Wadewitz | DER TAGESSPIEGEL

In diesem Jahr dürfen viele Schiffe nicht anlegen.Foto: imago images/Jochen Tack

Die Mund-Nase-Maske ist 300 Quadratmeter groß und wiegt 200 Kilogramm. „Velsheda“ trägt sie, um auf das Schicksal der Seefahrer in der Coronakrise aufmerksam zu machen. „Velsheda“ ist ein Frachtschiff der Hamburger Reederei Orion. Sie sorgte mit dem Masken-Auftritt gerade für Aufmerksamkeit in Südamerika, wo das Schiff einen kolumbianischen Hafen ansteuerte.

„Wegen der Pandemie sind heute weltweit eine Vielzahl von Reiseverboten in Kraft. Dazu gehören Beschränkungen der Rückkehr, des Hafenzugangs und der Ein- und Ausschiffung von Frachtschiffen“, so die deutsche Reederei über ihre Protestaktion. „Zehntausende von Seeleuten sind durch diese Vorschriften gefangen, können ihre Schiffe nicht verlassen oder aus weit entfernten Häfen nach Hause reisen.“

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