Brexit-Handelsabkommen: Es hakt – und Frankreich droht mit Veto


Erneut sind die Verhandlungen um einen Handelspakt zwischen Brüssel und London ins Stocken geraten. Die Zeit drängt, die Nervosität wächst. Frankreich droht gar mit einem Veto.

Jakob Mayr | tagesschau.de

Wieder geht eine angebliche Woche der Entscheidung möglicherweise ohne Entscheidung zu Ende – bisher hat es jedenfalls keinen Durchbruch bei den Verhandlungen über die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien gegeben. Schlimmer noch: Es ist weiter unklar, ob beide Seiten überhaupt zueinander finden. EU-Ratspräsident Charles Michel erklärte: „Wir werden in den nächsten Stunden oder Tagen sehen, was auf dem Tisch liegt.“

Die Nervosität wächst innerhalb der EU, das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits Anfang der Woche festgestellt: „Natürlich werden einige Mitgliedsstaaten jetzt auch unruhig, es bleibt nicht mehr viel Zeit und diese Verhandlungen sind auch hart.“

Unterschiedliche EU-Interessen beim Fisch

Die Folge: In der lange geschlossenen Front der 27 EU-Mitgliedsstaaten zeigen sich Risse. Schließlich verfolgen sie gegenüber London teilweise unterschiedliche Ziele. Beispiel Fischerei: Nach Angaben des Europäischen Fischereiverbandes EUFA haben EU-Trawler in den vergangenen zehn Jahren 42 Prozent ihres Fangs in britischen Gewässern gemacht, manche sogar bis zu 60 Prozent.

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