Nach Protesten gegen steigende Benzinpreise: Todesurteile gegen drei iranische Demonstranten revidiert


Millionen Iraner sprachen sich gegen die Hinrichtung aus. Nun hat die Gegenwehr offenbar Wirkung gezeigt.

Neue Zürcher Zeitung

Vor einem Jahr protestierten in Iran die Menschen gegen steigende Benzinpreise. Hunderte Personen kamen bei den Demonstrationen ums Leben. Wana News Agency / Reuters

Die Todesurteile gegen drei junge Iraner, die im vergangenen Jahr an Protestdemonstrationen teilgenommen hatten, sind revidiert worden. Ein entsprechender Antrag sei akzeptiert worden, gab die iranische Justizbehörde am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna bekannt. Der Fall werde nun durch ein anderes Gericht neu untersucht. Zuvor hatte bereits Babak Paknia, der Anwalt der drei Angeklagten, die Revision über Twitter bekanntgegeben.

Die Todesurteile gegen Amirhossein M., Saeid T. und Mohammad R. hatten im Juli für Proteste und Empörung weit über die Landesgrenzen gesorgt. In Iran sprachen sich laut Medienangaben unter dem Hashtag «No To Execution» (Nein zur Hinrichtung) innerhalb von nur 24 Stunden mehr als zwei Millionen Iraner gegen die Hinrichtung der drei jungen Iraner aus.

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