Erdogan gibt sich von Sanktionsdrohungen unbeeindruckt


Der türkische Präsident setzt darauf, dass die Türkei geostrategisch zu wichtig ist, um sie zu verärgern. Das könnte sich als Fehleinschätzung erweisen.

Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Die Türkei hat mit ihrer aggressiven Außenpolitik die westlichen Partner in Europa und Amerika so vor den Kopf gestoßen, dass ihr jetzt Sanktionen sowohl von der EU als auch von den USA drohen. Die EU will am Donnerstag und Freitag über Sanktionen gegen die Türkei wegen des Gasstreits im östlichen Mittelmeer entscheiden. Der US-Kongress verlangt vom scheidenden Präsidenten Donald Trump, er solle Ankara wegen der Anschaffung eines russischen Flugabwehrsystems bestrafen.

Trotzdem gibt sich der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan unbeeindruckt. Er setzt darauf, dass Europa und Amerika die Türkei nicht verärgern wollen, weil sie geostrategisch zu wichtig ist. Das könnte sich als Fehleinschätzung erweisen, sagen manche Experten.

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