Austria: Missionarisch und fundamental – Die Loretto-Bewegung betet im Parlament


Sobotka und Eder-Gitschthaler (beide ÖVP) luden eine auch in Kirchenkreisen umstrittene Gruppe zum Referat ins Parlament

Vanessa Gaigg, Fabian Schmid | DERSTANDARD

Die Loretto-Bewegung bezeichnet sich als marianisch. Foto: Newald

Am 8. Dezember soll im Parlament gebetet werden. Auf Initiative von Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka findet um 18 Uhr eine „adventliche Gebetsfeier“ statt, moderiert von Nationalratsabgeordneter Gudrun Kugler (ÖVP) – DER STANDARD wird live berichten. Zentrale Elemente sind zwei „Impulsreferate“, die gehalten werden. Eines wird die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP) bestreiten, das andere Georg Mayr-Melnhof aus der Industriellenfamilie des Kartongiganten. Er ist Jugendleiter der Erzdiözese Salzburg und Gründer der Loretto-Gemeinschaft. Andere Vereine oder Teilorganisationen der katholischen Kirche sind bei den „Impulsreferaten“ nicht vertreten.

Zur Verwunderung der katholischen Jungschar, die zuerst nicht eingeladen wurde – und am Freitagabend dann eine Einladung zum Livestream erhielt. „Wir empfinden es als sehr schade, dass nicht wesentlich breiter konfessions- und religionsübergreifend eingeladen wurde“, sagt der Vorsitzende Martin Hohl. „Wir hätten uns insbesondere eine stärkere Beteiligung von Kinder- und Jugendorganisationen, auch über den christlichen und religiösen Bereich hinaus, gewünscht.“ Auch die Katholische Jugend schließt sich diesem Statement an.

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