Die Corona-App soll mehr Daten sammeln dürfen


Die Corona-App warnt, aber sie könnte noch mehr, wenn Nutzer mehr Daten zur Verfügung stellten. Der Landkreistag NRW fordert nun genau das – und will Nutzer mit konkreten Vorteilen locken.

Mona Jaeger | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung Bild: dpa

Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich – doch die Politik verfügt weiterhin nur über eine eingeschränkte Menge an Mitteln und Maßnahmen, etwas dagegen zu unternehmen. Dazu gehört die Corona-Warn-App, die seit Mitte Juni in Deutschland im Einsatz ist. Sie kam spät, wurde dafür aber von Politikern als besonders ausgereift dargestellt. Bisher wurde sie 20 Millionen Mal heruntergeladen, etwa 60 Prozent der positiv Getesteten geben ihren Befund in die App ein, sodass ihre Kontakte gewarnt werden konnten. Doch das reiche nicht, heißt es nun.

Es wird gefordert, dass die App ausgebaut wird, zu einer „CoronaAppPlus“. So nennt der Landkreistag Nordrhein-Westfalen sein Modell. Am Dienstag hat er einen entsprechenden Beschluss gefasst. Das Gremium, der kommunale Spitzenverband der Kreise in Nordrhein-Westfalen mit rund elf Millionen Einwohnern, fordert darin die Bundesregierung, den Bundestag und die Politiker in Nordrhein-Westfalen auf, mehr Funktionen der App zu nutzen. Der Beschluss liegt der F.A.Z. vorab vor.

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