Kommunikationschef des Münchner Erzbistums kritisiert „Bild“


Mögliche Ursache für die hohen Infektionszahlen im „katholischen Süden, und insbesondere in Bayern“, sei der dort häufige Gottesdienstbesuch, spekulierte die „Bild“. Für den Kommunikationschef des Erzbistums München und Freising „ärgerlich“.

katholisch.de

Der Kommunikationschef des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, hat auf Twitter einen Beitrag von bild.de kritisiert. Darin wird als mögliche Ursache für die hohen Infektionszahlen im „katholischen Süden, und insbesondere in Bayern“, über den dort noch häufiger als im Bundesdurchschnitt praktizierten Gottesdienstbesuch spekuliert. „Das ist ärgerlich“, schreibt Kellner, der früher selbst für den Springer-Verlag als politischer Journalist gearbeitet hat. „Hier wird insinuiert, Gottesdienste in Bayern, ja der Katholizismus, seien Infektionstreiber. Dafür gibt es keine Grundlage!“

Kellner verweist darauf, dass die Nationale Akademie der Wissenschaften den Kirchen gerade ein vorbildliches Zeugnis für die Einhaltung von Abstands- und Hygieneauflagen ausgestellt habe. Deshalb gibt es nach Angaben beteiligter Wissenschaftler auch keinen Grund zu weitergehenden Einschränkungen von Gottesdiensten.

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