Weiterer Missbrauchsfall im Erzbistum Köln bestätigt


Schon 1986 soll es Vorwürfe gegen den Priester gegeben haben. Doch laut Zeitungsberichten gingen die kirchlichen Vorgesetzten erst viele Jahre später gegen ihn vor. Kardinal Joachim Meisner und sein damaliger Generalvikar handelten demnach gegen das Kirchenrecht.

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Im Erzbistum Köln gibt es einen weiteren Missbrauchsfall, der von den kirchlichen Vorgesetzten offenbar nicht konsequent geahndet wurde. Die Erzdiözese bestätigte am Mittwoch auf Anfrage Zeitungsberichte, wonach sich gegen einen heute 73-jährigen Ruhestandsgeistlichen und religionspädagogischen Sachbuchautor Vorwürfe sexualisierter Gewalt richten. Nähere Details wurden nicht mitgeteilt. Der Fall sei Gegenstand der unabhängigen Untersuchung über die Vertuschung von Missbrauchsfällen, die der Kölner Strafrechtler Björn Gercke bis März 2021 vorlegen solle.

Laut „Bild“-Zeitung hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki dem Priester F., der 1986 erstmals auffällig geworden sein soll, vor zwei Jahren die öffentliche Ausübung seines priesterlichen Dienstes verboten. Erst nach neuerlichen Vorwürfen im März 2019 habe der Erzbischof eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet und den Fall der Glaubenskongregation in Rom übergeben.

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