Kirche entscheidet: Pastor Latzel darf nicht mehr predigen


„Es ist nach unserer Überzeugung nicht möglich, dass ein Pastor, der von einem Gericht der Bundesrepublik Deutschland wegen Volksverhetzung verurteilt worden ist, während der Dauer des Disziplinarverfahrens weiter seinen Dienst tut“, hieß es.

katholisch.de

Der wegen Volksverhetzung verurteilte Bremer Pastor Olaf Latzel darf vorerst nicht mehr predigen. Der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) habe entschieden, „dass Herr Pastor Latzel während der Dauer des weiteren Verfahrens keinen Dienst als Pastor in unserer Kirche tun kann“. Das leitende Gremium habe beschlossen, den Theologen vorläufig des Dienstes zu entheben, teilte Kirchensprecherin Sabine Hatscher am Freitag mit.

Der Pastor der evangelischen St.-Martini-Gemeinde in der Bremer Innenstadt war am 25. November vor dem Amtsgericht wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt worden, umgewandelt zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 90 Euro. (Az: 96 Ds 225 Js 26577/20) In der Urteilsbegründung sagte Richterin Ellen Best, Latzel habe in einem auf YouTube verbreiteten „Eheseminar“ zum Hass gegen Homosexuelle und Intersexuelle aufgestachelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Latzels Verteidiger Berufung eingelegt hat.

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