„Smellicopter“ – eine riechende Drohne


Auf den ersten Blick sieht der fliegende Roboter auf dieser Aufnahme wie eine gewöhnliche Drohne aus. Doch die gebogene, kupferfarbene Antenne auf der Plattform des Flugkörpers verleiht ihm eine tierische Fähigkeit.

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(Bild: Mark Stone/ University of Washington)

Flugfähige, kleine Roboter werden immer häufiger eingesetzt, um beispielsweise an für uns unzugängliche Orte zu gelangen oder Gebiete anzufliegen, die durch Naturkatastrophen, Kriege oder Explosionsrisiko für die menschliche Erkundung zu gefährlich sind. Doch bisher sind die Sensoren der Drohnen häufig noch zu ungenau, um etwa Sprengstoffe oder Gasaustritte zu lokalisieren.

Aus diesem Grund haben Forscher um Melanie Joyce Anderson von der University of Washington in Seattle nach empfindlicheren Sensoren für Drohnen geforscht, die zum Beispiel Chemikalien und Gase in der Luft schnell und sicher erkennen können.

Dafür nahmen sie sich einen tierischen Sinn als Vorbild: Motten können mit ihren Antennen selbst stark verdünnte chemische Signale in ihrer Umgebung wahrnehmen und dadurch zum Beispiel Nahrungsquellen oder potenzielle Partner erkennen. „Die Zellen in einer Mottenantenne verstärken die chemischen Signale“, erklärte Andersons Kollege Thomas Daniel. „Die Motten machen das wirklich effizient – ein Duftmolekül kann viele Zellreaktionen auslösen und das ist der Trick.“

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