Woelki meldete Missbrauchsfall nicht nach Rom


Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, soll Kardinal Rainer Maria Woelki im Jahr 2015 einen Fall schweren sexuellen Missbrauchs durch einen Priester pflichtwidrig nicht an den Vatikan gemeldet haben. Betroffen von den Vorwürfen sei auch Woelkis Vorgänger, Kardinal Joachim Meisner.

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Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ (Donnerstag) lassen auf Verfehlungen des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki beim Umgang mit einem Fall sexualisierter Gewalt schließen. Wie die Zeitung berichtet, soll Woelki als Erzbischof im Jahr 2015 einen Fall schweren sexuellen Missbrauchs durch einen Düsseldorfer Priester pflichtwidrig nicht an den Vatikan gemeldet haben. Betroffen von den Vorwürfen sei auch Woelkis Vorgänger, Kardinal Joachim Meisner (1933-2017).

Nach Darstellung der Zeitung soll Woelki im Jahr 2015 nach Sichtung von Personalunterlagen verfügt haben, dass den einschlägigen Missbrauchsvorwürfen gegen den 1929 geborenen Pfarrer nicht weiter nachgegangen, keine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet und der Fall nicht an den Apostolischen Stuhl gemeldet wird. Ein solches Agieren von Bischöfen wäre dem Zeitungsbericht zufolge eine kanonische Straftat mit Sanktionen im Höchstfall bis zur Amtsenthebung.

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