Experten fordern Gesangsverbot in Kirchen an Weihnachten


Der Virologe Alexander Kekule macht sich für ein Gesangsverbot in Kirchen zu Weihnachten stark. Sonst entstünden dort zu viele Aerosole. Auch das „Vaterunser“ müsse still sein. Der EKD-Ratsvorsitzende zeigt unterdessen Verständnis.

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„Wenn in einer Kirche alle Masken aufhaben und maximal eine Person pro fünf Quadratmeter im Raum ist, sind Gottesdienste an Weihnachten vertretbar. Aber nur, wenn nicht gesungen wird“, sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Uniklinik Halle dem Magazin „Focus“ (Samstag). Sonst entstünden zu viele Aerosole. Auch das gemeinsame Glaubensbekenntnis oder das „Vaterunser“ müsse still sein – „maximal das ‚Amen‘ zum Ende ist in Ordnung“.

Lauterbach stimmt Kekule zu

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach betonte: „Für Kirchbesuche muss es klare Regeln geben. Die Abstände und Hygiene-Regeln müssen streng eingehalten werden. In der Kirche darf nicht gesungen werden. Zudem müssen alle eine Maske tragen.“ Er schlage vor, dass alle Kirchgänger eine FFP2-Maske tragen. „Die Kirchen sollten für alle Gottesdienstbesucher FFP2-Maske vorhalten werden. Das könnte man mit einer Kollekte verbinden, über die die Masken finanziert werden. Wer nur eine Alltagsmaske hat, könnte die vor Ort gegen eine FFP2-Maske austauschen“, sagte Lauterbach dem Magazin.

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