Wo der Islamische Staat wieder an Stärke gewinnt


Im Nordirak gilt die Terrororganisation Islamischer Staat seit drei Jahren als militärisch besiegt. Doch längst bauen die Kämpfer neue Strukturen auf, im Irak und auch in Syrien. Experten sehen eine besonders gefährliche Entwicklung allerdings in Afghanistan.

Marc Thörner | Deutschlandfunk

Noch immer findet man Trümmer in und um die irakische Stadt Mossul. Kann der IS hier wieder Boden gewinnen? (picture-alliance/dpa/France-Inter/Thibault Lefévre)

Mossul, Nordirak. Die Terrororganisation Islamischer Staat gilt hier seit drei Jahren als militärisch besiegt. In einigen Stadtteilen häufen sich die Trümmer immer noch. In anderen Quartieren läuft alles wieder relativ normal. Auf einem kleinen Markt verkaufen Händler Obst und Gemüse. Tischler hämmern, Autos werden repariert.

Zufrieden sei er, einfach nur zufrieden, sagt ein etwa Sechzigjähriger, dass das Terror-Regime aus der Stadt weg ist. Und der junge Mann neben ihm erinnert sich an Grausamkeit und Willkür.

„In meinem Viertel, in Hayat Mamoun gab es mal Ärger unter Nachbarn. Die Leute vom IS haben das mitbekommen, sie haben die Streithähne festgenommen und ihnen dann einfach die Köpfe abgeschlagen.“

Niemals, so unterstreicht er, niemals dürfe ein solches Terror-Regime zurückkommen. Gewalt als Lösung und Intoleranz als schein-staatliches System.

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