Gedicht löst Krise zwischen Iran und Türkei aus


Der Iran sah in dem von Recep Tayyip Erdoğan vorgetragenen Werk einen Angriff auf seine Souveränitätsrechte über seine Nordprovinzen.

Berliner Zeitung

Ein von dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgetragenes Gedicht hat eine diplomatische Krise zwischen dem Iran und der Türkei ausgelöst. In dem Gedicht namens „Aras, Aras“ wird auf die Teilung des Siedlungsgebietes der Aseris entlang des Flusses Aras Bezug genommen, der heute die iranisch-aserbaidschanische Grenze bildet. Der Iran sah darin einen Angriff auf seine Souveränitätsrechte über seine Nordprovinzen. Das Thema beschäftigte am Sonnabend die Titelseiten der iranischen Zeitungen.

Die Grenze wurde nach der Niederlage des damaligen Persien gegen Russland 1828 im sogenannten Frieden von Turkmantschai festgelegt. Das Gebiet im Norden des Flusses wurde damals Russland zugesprochen, das Gebiet südlich blieb bei Persien. Erdoğan hatte in seine Rede bei einer aserbaidschanischen Siegesparade nach dem Krieg gegen Armenien um Berg-Karabach am Donnerstag in Baku aus dem Gedicht zitiert.

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