Diese drei Fehleinschätzungen kratzen an Spahns Image


Falsches Versprechen zu Ladenöffnungen, fehlende FFP2-Masken für Heime, verspätete Impfversprechen: Für Gesundheitsminister Spahn läuft es derzeit nicht rund.

Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für GesundheitFoto: dpa/Kay Nietfeld

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat in der ersten Corona-Welle vorausahnend betont, die Monate danach würden viel schwieriger als am Anfang der Krise, als noch alle dafür waren, kräftig durchzugreifen. Fast zeitgleich sagte Gesundheitsminister Jens Spahn damals den prophetischen Satz: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ So eine Pandemie sei ein ständiger Lernprozess.

Beide CDU-Politiker haben recht behalten: Schäuble, der Spahn als den CDU-Hoffnungsträger schätzt, weil nach den Lockerungen und dem Gefühl im Sommer, es überstanden zu haben, die Coronamüdigkeit die Wucht der zweiten Welle begünstigt hat und Politiker von ähnlich rigiden Maßnahmen wie im März zurückschrecken ließ.

Und Spahn, weil einiges falsch gelaufen ist, vor allem im Sommer. Als die Regeln für Reiserückkehrer inkonsistent waren und oft geändert wurden. Und als man sich viel zu wenig auf die zweite Welle vorbereitet hatte, gerade was den Schutz der vulnerablen Gruppen durch Masken und Schnelltests anbelangt.

weiterlesen