Kirche kritisiert Sterbehilfe-Urteil in Österreich


Beihilfe zur Selbsttötung ist in Österreich bald nicht mehr strafbar, das hat ein Gericht entschieden. Kritik an dem Urteil kommt von der katholischen Kirche, die einen „Dammbruch“ befürchtet. Aus deutscher Sicht ist das Urteil weniger ungewöhnlich.

katholisch.de

Nach der Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichtshofes zu Sterbehilfe üben Kirchenvertreter scharfe Kritik. Ärzteverbände äußerten sich am Wochenende besorgt. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz dagegen reagierte gelassen.

Die katholischen Bischöfe sprachen von einem Kulturbruch. „Jeder Mensch in Österreich konnte bislang davon ausgehen, dass sein Leben als bedingungslos wertvoll erachtet wird – bis zu seinem natürlichen Tod“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Dieser gemeinsamen Auffassung habe das Gericht mit seiner Entscheidung eine wesentliche Grundlage entzogen.

Vor dem Hintergrund der Entscheidung werde sich die Kirche sowohl in Hospizarbeit und Schmerzbehandlung, aber auch in der Begleitung von Menschen in Lebenskrisen nun noch intensiver engagieren, kündigte der Salzburger Erzbischof an. Das gelte auch mit Blick auf die Vorbeugung von Selbsttötungen.

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