Tenochtitlan: Weitere Funde am Schädelturm


Gruseliges Mahnmal: Vor gut 500 Jahren errichteten die Azteken in Tenochtitlan einen großen Turm aus Totenschädeln. Jetzt haben Archäologen an der Ostwand dieses Turm weitere 119 Schädel freigelegt – darunter auch Relikte von Frauen und Kindern. Dies könnte darauf hindeuten, dass einige Schädel im sogenannten Huei Tzompantli nicht von gegnerischen Kriegern stammen, sondern von Opferritualen für die Götter.

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Eine Wand aus Schädeln: Diese Totenschädel wurden von Azteken vor gut 500 Jahren aufgetürmt. ©INAH

Für frühe Zivilisationen Mittel- und Südamerikas waren der Tod und Opferrituale fester Bestandteil ihrer Kultur. Davon zeugen archäologische Funde, beispielsweise von den Mumien geopferter Inka-Mädchen, von Maya-Massengräbern mit zerstückelten Feinden oder einem Grab der Chimu-Kultur, in dem hunderte Kinder mit herausgerissenem Herzen bestattet waren.

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