Warum Ökonomen den Lockdown gut finden


Einzelhändler und Hersteller von Feuerwerkskörpern fürchten jetzt um ihre Existenz. Dabei gibt es auch wirtschaftliche Gründe für den Shutdown. Ein Überblick

Carla Neuhaus | DER TAGESSPIEGEL

Noch sind die Innenstädte voll wie hier in Celle, doch das soll sich jetzt ändern.Foto: dpa

Deutschland geht ab Mittwoch in einen harten Lockdown. Das trifft vor allem den deutschen Einzelhandel stark. Außer Supermärkten und Drogerien müssen alle Geschäfte schließen. Der Einzelhandel aber macht vor Weihnachten das Geschäft des Jahres – ebenso wie die Hersteller von Böllern und Raketen. Die dürfen in diesem Jahr nicht verkauft werden. Ökonomen halten den Schritt dennoch für richtig.

Wie reagiert der Einzelhandel?

Zu keiner Zeit im Jahr verdienen die deutschen Einzelhändler so viel Geld wie in den Tagen vor Weihnachten. Der Handelsverband (HDE) schätzt nun, dass die Umsätze aufgrund des Lockdowns im Dezember um 60 Prozent einbrechen werden. Geschäftsinhaber müssten also auf insgesamt zwölf Milliarden Euro an Einnahmen verzichten. Ausgenommen sind bei dieser Rechnung die Lebensmittelhändler, die weiter geöffnet haben werden. „Dass viele Händler jetzt mitten im Weihnachtsgeschäft, der umsatzstärksten Zeit des Jahres, zusperren müssen, trifft die Branche und die Innenstädte hart“, sagt HDE-Geschäftsführer Stefan Genth.

weiterlesen