Glyphosat in der Ostsee nachgewiesen


Subtile Kontamination: Forscher haben das Herbizid Glyphosat erstmals auch im Meer nachgewiesen. In allen Proben aus der Ostsee und den Flussmündungen dieses Meeres waren Spuren des Unkrautvernichtungsmittels und seines Abbauprodukts vorhanden – wenn auch in sehr geringen, wahrscheinlich unschädlichen Konzentrationen. Möglich wurden diese Tests erst durch eine neue Methode, die die Störeffekte des Salzes im Meerwasser umgeht.

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Das Herbizid Glyphosat wird fast überall auf Feldern und Äckern eingesetzt. Aber wie viel davon gelangt ins Meer? ©designer491/ iStock

Glyphosat ist einer der weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter, aber hochumstritten. Die Krebsforschungsabteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO stufte das Herbizid vor einigen Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Studien legen zudem nahe, dass das Mittel die Darmflora von Bienen schädigt und die Überdüngung der Böden fördert. Dennoch wurde das Mittel 2017 in der EU für fünf weitere Jahre zugelassen. Die Diskussionen um die Schädlichkeit des Glyphosats haben damit jedoch nicht aufgehört – auch weil viele Fragen offenbleiben.

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