Asylwerber flogen mit Swarovski-Privatjet von Istanbul nach Paris


Bei der Swarovski-Enkelin Tyrolean Jet Services bestätigt man, dass die Passagiere „unerwartet“ in Paris um Asyl angesucht haben. Abgehoben hatte das Kleinflugzeug in Istanbul

Aloysius Widmann | DERSTANDARD

Am Sonntag war die Cessna mit der Registrierung OE-GLS von Istanbul nach Paris unterwegs.Foto: imago images/Andreas Haas

Am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen hob am vergangenen Sonntag frühmorgens eine Chartermaschine ab. Destination: Paris-Orly. Die Cessna Citation VII der Tyrolean Jet Services, einer Enkeltochtergesellschaft der Wattener D. Swarovski KG, war mit neun Personen voll besetzt. Für mehr ist in der kleinen, sechs Meter langen Kabine des luxuriösen Flugzeugs nicht Platz.

Wen man von Istanbul in die französische Hauptstadt beförderte, wusste man aber offenbar nicht. Zumindest beteuert man das bei der kleinen Tiroler Bedarfsfluggesellschaft, deren Flotte aus fünf Flugzeugen besteht. Dass die Passagiere am Zielflughafen nicht von Angehörigen, sondern von der Polizei in Empfang genommen wurden, sei unerwartet gekommen. „Wir können bestätigen, dass wir am 13.12.2020 einen regulären Charterflug durchgeführt haben“, lautet das kurze Statement von Tyrolean Jet Services zum STANDARD. Und: „Für uns unerwartet haben die Passagiere bei Ankunft Asyl beantragt.“ Weitere Nachfragen ließ man am Dienstag unbeantwortet.

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