Bundestag lehnt Beauftragten für Christenverfolgung in Deutschland ab


In Deutschland seien Christen und insbesondere zum Christentum konvertierte Geflüchtete massiver Bedrohung ausgesetzt, betont die AfD und forderte einen Bundesbeauftragten gegen Christenfeindlichkeit zu berufen. Das lehnte der Bundestag nun ab.

katholisch.de

Der Deutsche Bundestag hat sich gegen die Schaffung eines Bundesbeauftragten für Christenverfolgung in Deutschland ausgesprochen. Die Regierungsfraktionen CDU/CSU sowie die Opposition aus Grünen, der FDP und der Linken stimmten am Donnerstag gegen den von der AfD eingebrachten Antrag.

Der Bundesbeauftragte für Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), kritisierte die Zuspitzung auf das Christentum in der Frage. Nach dem aktuellen Bericht zur Religionsfreiheit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) seien die Christen in totalen Zahlen zwar die am meisten von Verfolgung betroffene Glaubensgemeinschaft. „Aber wir müssen uns alle Religionen und Weltanschauungen anschauen“, betonte der Unionspolitiker. Es gebe auch in Deutschland einen Anstieg der Gewalt gegen religiöse Minderheiten. Allerdings seien davon in erster Linie Juden und Muslime betroffen. Seitens der Vertreter der christlichen Kirchen sei ebenfalls kein Wunsch eines derartigen Beauftragten an die Bundesregierung herangetragen worden, so Grübel.

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