Bundestag: AfD-Verhalten „grenzt an Körperverletzung“


Alexander Gauland (79) würde sich impfen lassen – aber nicht unbedingt gegen Corona. Er habe sich „persönlich noch keine Gedanken darüber gemacht“. Im Parlament sorgt seine Fraktion für scharfe Kritik.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Alexander Gauland, Ehrenvorsitzender der AfD, trägt beim Bundesparteitag der AfD einen Mund-Nasen-Schutz mit Dackelmotiven. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland hat keine generellen Vorbehalte gegen Impfungen. Eine Verpflichtung zur Impfung gegen Covid-19 lehnen er und seine Partei aber ab. „Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Impfpflicht, beispielsweise wenn es um die Masern-Impfpflicht für Schulkinder geht“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Covid-19-Impfung gebe es aber große Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung, die man berücksichtigen müsse.

„Ich habe mir persönlich noch keine Gedanken darüber gemacht, ob ich mich impfen lassen werde oder nicht“, fügte Gauland hinzu. Der Ehrenvorsitzende der AfD wird im Februar 80 Jahre alt und zählt daher im Moment noch nicht zur Gruppe mit der höchsten Priorität, denen eine Impfung zuerst angeboten werden soll.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte mehrfach betont, es werde keine Corona-Impfpflicht geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dennoch an die Bürger appelliert, die Möglichkeit zur Impfung wahrzunehmen. Ziel sei eine Herdenimmunität. Falls sich viele Menschen nicht impfen lassen sollten, müssten alle noch lange einen Mund-Nase-Schutz tragen.

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