Bombendrohung unterbricht AfD-Parteitag


Der Landesparteitag der AfD in Sachsen-Anhalt ist durch eine Bombendrohung unterbrochen worden.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Der AfD-Landesparteitag in Magdeburg. (dpa-Zentralbild)

Die rund 400 Teilnehmer mussten am Nachmittag die Messehalle in Magdeburg räumen. Ein Polizeisprecher sagte, es würden jetzt Maßnahmen ergriffen, um die Situation abzusichern. So sei unter anderem ein Sprengstoffsuchhund angefordert worden. Wie lange die Suche nach einer möglichen Bombe dauert, blieb zunächst offen.

Der Parteitag hatte zuvor den Landes-Fraktionsvorsitzenden Kirchner zum Spitzenkandidaten für die kommende Landtagswahl bestimmt. Er hatte keinen Gegenkandidaten und erhielt rund 87 Prozent der abgegebenen Stimmen. Kirchner wird dem offiziell aufgelösten rechtsgerichteten „Flügel“ um den Thüringer AfD-Chef Höcke zugerechnet. In einer Rede erklärte Kirchner, Ziel seiner Partei sei, alle ausreisepflichtigen Ausländer abzuschieben und mehr Geld in die Förderung von Familien zu investieren. Kein – Zitat – „deutsches Paar“ solle sich aus finanziellen Gründen gegen Kinder entscheiden.

Der Parteitag findet ungeachtet der Coronapandemie als Präsenzveranstaltung statt; es gibt strenge Hygieneauflagen.