Nach der Impfstoffgenehmigung: Wie es jetzt weitergeht


Die EU-Arzneimittelagentur Ema hat geurteilt: Sie hält den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für wirksam und sicher. Kann es nun mit dem Impfen in Europa losgehen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Werner Mussler | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das große Impfen kann beginnen: das neue Impfzentrum in der Arena Berlin Bild: dpa

Warum werden die Corona-Impfstoffe von der Ema beurteilt, und warum hat die EU-Kommission zentral mit den Herstellern verhandelt? Wäre es nicht besser gewesen, wenn Deutschland das allein gemacht hätte?

Die Ema-Beurteilung ist gründlicher als eine nationale Notfallgenehmigung, sie schließt zudem die staatliche Haftung für Nebenwirkungen aus. Ein zentraler Einkauf hat den Vorteil, dass die EU-Kommission über mehr Einkaufsmacht verfügt. Sie hat zum Beispiel bessere Preise ausgehandelt als die amerikanische Regierung.

Kann nun sofort geimpft werden?

Jein. Zuerst muss die dafür zuständige EU-Kommission – basierend auf der Ema-Beurteilung – den Impfstoff genehmigen. Sie hat zugesagt, das bis spätestens Mittwoch zu tun. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte nach der Ema-Empfehlung sogar eine Entscheidung bis Montagabend an. Soweit noch nicht geschehen, soll das Vakzin über Weihnachten in die EU-Mitgliedstaaten ausgeliefert werden. In Deutschland will das Paul-Ehrlich-Institut in dieser Zeit die Chargen prüfen und freigeben. Wie in etlichen anderen Mitgliedstaaten ist der Impfstart für den 27. Dezember geplant. In der ganzen EU soll es spätestens am 29. Dezember losgehen.

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