„Rechts und links“: Papst gegen politische Kategorien in der Kirche


Die Kirche steckt nach Ansicht von Papst Franziskus in einer Krise. Vor Mitarbeitern der Kurie hat er dazu aufgerufen, diese Veränderungen als Chance und nicht als Konflikt zu verstehen – und auf politische Kategorien in der Kirche zu verzichten.

katholisch.de

Papst Franziskus hat die vatikanische Kurie aufgerufen, die gegenwärtige Krise der Kirche als Chance anzunehmen, statt sich in Konflikten zu verbeißen. Eine Krise habe im Allgemeinen einen positiven Ausgang, während ein Konflikt immer Auseinandersetzung mit Siegern und Besiegten hervorbringe, sagte das Kirchenoberhaupt am Montag in seiner Weihnachtsansprache an leitende Kurienmitarbeiter.

„Interpretiert man die Kirche nach den Kategorien des Konflikts – rechts und links, progressiv und traditionalistisch – dann fragmentiert, polarisiert, pervertiert und verrät man ihr wahres Wesen“, warnte der Papst. „Die Kirche ist ein Leib, der fortwährend in der Krise ist, gerade weil er lebendig ist.“ Kirchlichen Analysen fehlt nach Ansicht von Franziskus oft Hoffnung. Ein hoffnungsloser Blick auf die Wirklichkeit aber könne „nicht als realistisch bezeichnet werden“.

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