Australische Behörde ermittelt über vatikanische Geldflüsse – 1,4 Milliarden Euro


Der Vatikan hat zwischen 2014 und 2020 ohne Wissen hochrangiger australischer Kirchenvertreter offenbar umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro nach Australien transferiert. Das berichtet das Nachrichtenportal „The Australian“.

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Das Magazin beruft sich auf Daten der Anti-Geldwäsche-Behörde Austrac. Die australische Bundespolizei nahm demnach auf Basis der Austrac-Informationen Ermittlungen auf. Bisher hat Austrac weder Empfänger noch Zweck der Finanztransfers benannt. Obwohl hochrangige Kirchenführer angaben, nichts von den Überweisungen gewusst zu haben, so „The Australian“, hätten sie die Vermutung geäußert, die Gelder könnten für Investitionen auf dem australischen Kapitalmarkt bestimmt gewesen sein. Zur Erzielung von Renditen investiert der Vatikan auch auf ausländischen Märkten.

Austrac hatte die Zahlen auf Anfrage der Senatorin Concetta Fierravanti-Wells (Liberale) offengelegt. Ihre konservative Partei stellt derzeit die australische Regierung. „Im Licht der Untersuchungen von Korruption, Veruntreuung und Geldwäsche im Vatikan, die bereits zur Anklage und Suspendierungen von Mitarbeitern geführt haben, müssen wir mehr darüber erfahren, wohin das Geld gegangen ist“, so Fierravanti-Wells. Im Mittelpunkt des vatikanischen Finanzskandals steht das Staatssekretariat, bislang jedoch mit Aktionen in London.

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