Exotische Importe vor über 3000 Jahren


Das asiatische Gewürz Kurkuma sowie Soja und wahrscheinlich Bananenchips bereicherten schon im zweiten Jahrtausend v. Chr. den Speiseplan der Bewohner des heutigen Israel. Dies geht aus der Analyse des Zahnsteins von Menschen hervor, die in den bronzezeitlichen Siedlungen Megiddo und Tel Erani gelebt haben. Es handelt sich um den bislang frühesten direkten Nachweis dieser Lebensmittel außerhalb Süd- und Ostasiens. Die Ergebnisse verdeutlichen somit, wie überraschend früh der Fernhandel mit Nahrungsmitteln weit entfernt lebende Gesellschaften miteinander verband, sagen die Wissenschaftler.

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Ein Markt in der Stadt Megiddo im zweiten Jahrtausend v.u.Z.: Lebensmittelhändler bieten neben lokalen Produkten auch bereits Exotisches an. (Künstlerische Darstellung: Nikola Nevenov)

Von der Kokosnuss bis zur Vanilleschote – Gewürze und Lebensmittel aus allen Teilen der Welt füllen heutzutage die Regale unserer Supermärkte. Der Fernhandel, der sie nach Europa und den Mittelmeerraum bringt, hat tiefe Wurzeln, wie aus Überlieferungen und Funden bereits bekannt ist. Doch die aktuelle Studie verschiebt die Nachweise nun noch weiter in die Vergangenheit. Der Blick richtet sich dabei auf ein frühes Zentrum der kulturellen Entwicklung und des Handels: die südliche Levante, die eine wichtige Brücke zwischen dem Mittelmeerraum, Ägypten und den Kulturen des Ostens darstellte. Dort haben Ausgrabungen in den Überresten der bronzezeitlichen Siedlungen Megiddo und Tel Erani bereits interessante Einblicke in die Kultur der Menschen des zweiten Jahrtausends v. Chr. geliefert.

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