Sachsen: Dritte Welle nach Weihnachten?


Corona-Krise: Kommunen an Belastungsgrenze. Soziologen sprechen von Korrelation zwischen hohen Infektionszahlen und hohem Anteil an AfD-Wählern

Thomas Pany | TELEPOLIS

Freiberg/Sachsen. Bild: Comfreak(Pixabay License

Mit 962 Covid-Toten und 5.243 belegten Intensivbetten in Deutschland sind gestern Höchststände erreicht worden. Dienstag warnten Intensivmediziner, dass bald eine Triage nötig sein könnte. Vor allem in Ostsachsen geraten offenbar auch Krematorien und Bestatter immer mehr an die Belastungsgrenze. So berichtet die FAZ, dass die Stadt Zittau seit Montag in einer Halle für Hochwasserschutzausrüstung Platz geschaffen habe, um die Toten zu lagern, da das Krematorium mit der Zahl der Verstorbenen überfordert sei.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht aktuell einen leichten Rückgang der Infektionszahlen, erwartet aber eine dritte Welle für Sachsen ab Mitte Januar: „Wie groß die Welle wird und welchen Schaden sie anrichtet, haben die Menschen in Sachsen und in Deutschland selbst in der Hand.

In seinem täglichen Videoreport zu den aktuellen Corona-Zahlen berichtet Olaf Gersemann, dass die Sachsen-Welle nicht mehr nur nach Thüringen schwappt, sondern auch nach Norden Richtung Sachsen-Anhalt, wo heute erstmals der Wert von 200 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten wurde.

Wegen der kritischen Lage hat das Bundesland die Weihnachtsauflagen verschärft: Vom 24. bis zum 26. Dezember dürfen zum eigenen Haushalt nur vier weitere Personen aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis hinzukommen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die eine Meldepflicht für Einreisende aus Risikogebieten vorschreibt.

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