Schächt-Verbot in Flandern bestätigt


Am Donnerstag vor einer Woche fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg sein Urteil zum Rechtsstreit in Belgien.

tachles.ch

Die Region Flandern führte 2017 ein Verbot für Schlachtungen ohne Betäubung ein. Als Begründung diente der Tierschutz. Jüdische und muslimische Verbände klagten gegen das Verbot, worauf der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof landete, der das Verbot mit dem Recht auf Religionsfreiheit abglich. Nun kam der Gerichtshof zum Schluss, dass eine Vorschrift dieser Art nicht gegen die Religionsfreiheit verstosse. Somit bietet sich die Möglichkeit für weitere EU-Mitgliedstaaten ähnliche Verbote einzuführen. Einen solchen Dominoeffekt befürchten nun führende Vertreter aus jüdischen und muslimischen Gemeinschaften. Der Präsident der Konferenz Europäischer Rabbiner (CER), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, sieht das Urteil in klarem Widerspruch zu «den jüngsten Erklärungen der europäischen Institutionen, dass jüdisches Leben geschützt werden soll», wie Goldschmidt in einer Erklärung zum Urteil verlauten lässt.

weiterlesen