Großbritanniens Ausstieg aus dem Erasmus-Programm: Gefördert werden nur noch die eigenen Studierenden


Für britische Studierende geht es jetzt mit dem Turing-Programm ins Ausland. EU-Gäste müssen die vollen Gebühren zahlen. Hoffnung bieten aber Uni-Kooperationen.

Amory Burchard | DER TAGESSPIEGEL

„Es darf am 1. Januar keinen Riss geben, keinen Stillstand. Der Austausch muss in alle Richtungen weitergehen.“ Diese Forderung erhob Ruth Krahe, die Leiterin der Außenstelle London des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), wenige Tage vor der britischen Entscheidung, aus dem Erasmus+-Programm der EU auszusteigen.

Doch genau diese Fragen sind jetzt offen. Das Erasmus-Aus für Großbritannien wurde am 24. Dezember bekannt, nachdem sich der britische Premierminister Boris Johnson in letzter Minute mit der EU auf ein Post-Brexit-Abkommen geeinigt hatte.

An fünf EU-Programmen nimmt Großbritannien weiterhin teil, darunter am Forschungsprogramm Horizon Europe, am Forschungs- und Ausbildungsprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) und am Kernfusionsreaktorprojekt Iter – jeweils verbunden mit einer kontinuierlichen finanziellen Beteiligung der Briten.

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