Zentralrat der Muslime würdigt Papst-Enzyklika: „Eine außerordentliche Idee“


Als wichtigen und bislang zu wenig gewürdigten Aufruf zu Solidarität und Gemeinschaft hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, die Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus gewürdigt.

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Der Papst setze mit seinem Text einer Welt voller Gewalt und Verunsicherung eine außerordentliche Idee entgegen, schreibt Mazyek in einem Gastbeitrag für die in Freiburg erscheinende Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ (Januar).

So mache der Papst deutlich, dass der Traum „einer großen Menschheitsfamilie“ keine Utopie und kein jenseitiges Erlösungsversprechen sei, sondern besonders in Zeiten von weltweiter Klimakatastrophe und Kriegen eine „existenzielle Verantwortung“, betont Mazyek.

„Virus menschlicher Zerstörungswut“

„Wir brauchen jetzt mehr denn je eine Gesellschaft, in der Solidarität wieder das bedeutet, was sie ist: Verlässlichkeit. Wir brauchen eine Gemeinschaft, in der man sich empört über alltägliche Ungerechtigkeit, über Elend und Menschenverachtung“, so der Zentralrats-Vorsitzende.

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