Erster Pfarrer im Erzbistum Köln fordert Rücktritt von Woelki


Im Zuge der Kritik an der Aufarbeitung von Missbrauch im Erzbistum Köln hat erstmals ein Pfarrer den Rücktritt von Kardinal Woelki gefordert. „Es haben schon eine Menge Leute gefordert, dass Woelki zurücktritt. Ich schließe mich dem an.“

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Das sagte der Pfarrer des Seelsorgebereichs Dormagen-Nord, Klaus Koltermann, der „Neuß-Grevenbroicher Zeitung“ (Mittwoch). Der Artikel sei auf Grundlage eines Leserbriefs entstanden, den er an die Zeitung geschickt habe, sagte Koltermann der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Mit dem daraus entstandenen Bericht sei er „absolut einverstanden“.

Leserbrief des Pfarrers

Im seinem ursprünglichen Leserbrief, der der KNA vorliegt und der die Rücktrittsforderung nicht enthält, kritisiert Koltermann eine Äußerung Woelkis während der Christmette im Kölner Dom. Der Kardinal hatte sich an die Gläubigen gewandt und um Verzeihung dafür gebeten, „was die von sexueller Gewalt Betroffenen und Sie in den letzten Tagen und Wochen vor Weihnachten im Zusammenhang mit dem Umgang des Gutachtens zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in unserem Erzbistum, was sie an der Kritik darüber und insbesondere auch an der Kritik an meiner Person ertragen mussten“.

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