Spenden für Parteien: Großzügige Immobilienbranche


Wer spendete wie viel und an welche Partei? Der aktuelle Bericht des Bundestags dazu umfasst nicht alle Spenden, aufschlussreich ist er dennoch.

Pascal Beucker | taz

Größter Einzelspender ist der Berliner Immobilienunternehmer Christoph Gröner Foto: Christian Spicker/imago

Nicht nur in den Umfragen liegt die Union weit vor den anderen Parteien, auch bei den Großspenden führt sie weiterhin unangefochten. Das geht aus einer aktuellen Aufstellung des Bundestagspräsidenten für das Jahr 2020 hervor, in der meldepflichtige Parteizuwendungen von mehr als 50.000 Euro aufgeführt sind.

Danach konnte die CDU in diesem Jahr insgesamt 1.100.857,65 Euro einnehmen, die CSU kommt immerhin auf 340.000 Euro. Mit großem Abstand folgt dahinter die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), die sich über 110.031,24 Euro freuen durfte, noch vor der FDP (101.001 Euro) und der AfD (100.000 Euro). Die Grünen erhielten 50.001 Euro. Die Linkspartei ging wie üblich leer aus. Neu ist, dass diesmal auch die SPD nach dem derzeitigen Stand nichts abbekommen hat.

Das Parteiengesetz verpflichtet die Parteien, Spenden über 50.000 Euro „unverzüglich“ unter Angabe des Spenders dem Bundestagspräsidenten zu melden. Sie werden dann zeitnah in einer Bundestagsdrucksache veröffentlicht.

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