Wie die Venusfliegenfalle ihre Beute spürt


Klappe zu, Insekt tot: Die fleischfressende Venusfliegenfalle fängt ihre Beutetiere, indem sie ihre Fangblätter zuklappt, sobald das Insekt die Sinneshaare am Blattrand berührt.. Die dafür verantwortlichen Gene haben Forscher nun erstmals identifiziert und so den ersten an der Reizumwandlung beteiligten Ionenkanal aufgespürt. Das liefert wertvolle Hinweise auf die Funktionsweise dieser pflanzlichen Sinneshaare.

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Die Venusfliegenfalle reagiert sofort, wenn ein Insekt sich in ihr Fangblatt verirrt. Aber wie spürt sie es? ©markgoddard/ iStock

Pflanzen, die auf nährstoffarmen Böden wachsen, haben eine besondere Überlebensstrategie entwickelt: Sie fangen sich als zusätzliche Nahrung Insekten. Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) lockt dazu ihre Opfer mit ihren duftende Drüsenhaaren in ihre zwei zu Fangtellern umgebildeten Blätter. Sobald ein Insekt die hoch empfindlichen Sinneshaare an den Blättern berührt, dehnen sich die Zellen an der Basis der Haare, so dass sich Ionenkanäle öffnen und ein Aktionspotenzial entsteht. Der obere Teil des Sinneshaares wirkt dabei als verstärkender Hebel.

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