Alte DNA enthüllt Urgeschichte der Karibik


Vor rund 6.000 Jahren begannen die ersten Menschen, sich auf den karibischen Inseln niederzulassen. Genetische Analysen zeigen nun, dass die Besiedlung in zwei Wellen erfolgte. Die archaische Bevölkerung wurde demnach vor etwa 1.700 Jahren von Siedlern aus Südamerika größtenteils verdrängt. Danach gab es lange keinen relevanten genetischen Austausch mehr mit dem Festland. Dafür waren die genetischen und kulturellen Beziehungen zwischen den Inseln intensiver als bislang angenommen. Das zeigt sich sowohl an geteiltem Erbgut als auch an archäologischen Artefakten wie Töpfereien. Als Kolumbus die Inseln 1492 entdeckte, waren sie den neuen Analysen zufolge dünner besiedelt, als historische Berichte vermuten lassen.

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Früher Austausch im Bahama-Archipel (Bild: Merald Clark/ SIBA)

Die Besiedlung der karibischen Inseln begann vor rund 6.000 Jahren. Doch woher kamen die Menschen, die sich in den Regionen niederließen, die wir heute als Bahamas, Kuba, die Dominikanische Republik, Haiti, Puerto Rico, Guadeloupe, St. Lucia, Curaçao oder Venezuela kennen? In welchem Verwandtschaftsverhältnis standen sie zueinander? Wie viele Menschen lebten in der Karibik, als die Spanier dort ankamen? Und lassen sich noch heute genetische Spuren der indigenen Gruppen im Erbgut der karibischen Bevölkerung entdecken?

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