Bischofskonferenz weist Kritik an neuer Missbrauchs-Kommission zurück


Die Einrichtung der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistung bei Missbrauch sei völlig unzureichend, kritisiert MHG-Studien-Mitautor Harald Dreßing. Die Bischofskonferenz wehrt sich: Das Gremium sei ein Ergebnis aus den Anregungen der Studie.

katholisch.de

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz weist Kritik an der von ihr neu eingerichteten Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistung (UKA) zurück. Das Gremium, das über die Höhe von Zahlungen an Betroffene von Missbrauch in der katholischen Kirche entscheidet, sei ein Ergebnis aus den Anregungen der sogenannten MHG-Studie, sagte Bischofskonferenz-Sprecher Matthias Kopp am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die 2018 vorgestellte Studie von Forschern aus Mannheim, Heidelberg und Gießen (MHG) untersuchte das Ausmaß an Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland zwischen 1946 und 2014 und gab Empfehlungen für Prävention und weitere Aufarbeitung.

Leistungsrahmen von bis zu 50.000 Euro

Am Dienstag hatte die Bischofskonferenz die Einrichtung der UKA und eine neue Ordnung zur Regelung des Verfahrens für Ausgleichszahlungen bekanntgegeben. Demnach sollen sich diese Zahlungen grundsätzlich an Urteilen staatlicher Gerichte zu Schmerzensgeldern orientieren. Daraus ergibt sich ein Leistungsrahmen von bis zu 50.000 Euro. Zusätzlich können Betroffene wie auch jetzt schon Kosten für Therapie- oder Paarberatung erstattet bekommen.

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