Es ist wie in einer Netflix-Horrorserie: Kaum erspähen Einheimische ein Fahrzeug mit diesem oberarroganten Buchstaben „M“ auf dem Nummernschild, schon brechen sie schreiend und mit Schaum vorm Mund zusammen.
Sebastian Beck | Süddeutsche Zeitung
Als Münchner kannst du dich zurzeit im Oberland nirgendwo mehr blicken lassen. Es ist wie in einer Netflix-Horrorserie: Kaum erspähen Einheimische ein Fahrzeug mit diesem oberarroganten Buchstaben „M“ auf dem Nummernschild, schon verdrehen sie die Augen und brechen schreiend und mit Schaum vorm Mund zusammen.
Der Münchner Merkur berichtete neulich groß, ein Passant habe in Garmisch vor einem M-Fahrzeug ausgespuckt. Als die SZ am Neujahrsmorgen die Stimmung in der Krisenregion sondierte, machte eine Telefonistin sogleich ihrem Ärger Luft: Sogar die Seitenstraßen seien von Münchnern schon wieder so zugeparkt, „dass es der Sau graust“. Der Miesbacher CSU-Landrat Olaf von Löwis richtete wegen der kilometerlangen Staus zum Spitzingsee eine melodramatische SMS an Ministerpräsident Markus Söder: „Bei uns ufert der Tagestourismus aus. Es brennt wirklich.“