Gedenkstätte in Deutschland soll Nazi-Verbrechen aufarbeiten


Der Ort der Bildungsinstitution ist noch offen. Laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll bis Ende 2021 ein Konzept für dortige Ausstellungen stehen

DERSTANDARD

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will durch eine Gedenk- und Bildungsstätte „die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft noch genauer aufarbeiten, dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“. Foto: imago images/Christian Thiel

Deutschland erhält eine Gedenk- und Bildungsstätte über den Vernichtungskrieg Nazi-Deutschlands und die Verbrechen der Besatzung im Zweiten Weltkrieg. „Der Zweite Weltkrieg und die Verbrechen in deutschem Namen prägen Europa bis heute“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Deshalb sei es von großer Bedeutung, „dass wir die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft noch genauer aufarbeiten, dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“.

Die ersten Schritte zur Umsetzung dieses erinnerungspolitisch so bedeutsamen Vorhabens seien jetzt gemacht, so Grütters gegenüber der Zeitung „Bild am Sonntag“. Der Ort der Gedenkstätte ist noch offen. Grütters legte auf einen Parlamentsbeschluss vom Oktober hin einen Zeit- und Maßnahmenplan vor. Unter Federführung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin soll bis Ende 2021 ein Konzept für Dauer- und Wechselausstellungen entstehen.