Landeskirche distanziert sich von antisemitischer Broschüre: „Ungeheuerlich“


Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Berliner Missionswerk haben sich von einer Broschüre der Kairos-Palästina-Bewegung distanziert. Darin hatten sich antijudaistische Tendenzen gefunden.

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Am Mittwoch erklärten sie auf Twitter ihr Bedauern darüber, dass eine „beschämende antijüdische Auslegung der Geschichte von den Weisen ebenso wie der ungeheuerliche Boykott-Aufruf“ gegenüber Israel, den die Broschüre enthält, im Dezember auf der Homepage des Jerusalemvereins, der zum Berliner Missionswerk gehört, veröffentlicht wurde. Beides sei jedoch „unmittelbar nach Veröffentlichung“ wieder gelöscht worden.

Antisemitismus als Gotteslästerung

Wörtlich heißt es in der Broschüre zum Fest der Heiligen Drei Könige: „Gott veranlasste drei nichtjüdische Weisen, einem Stern/Komet zu folgen, um Zeuge eines wundersamen Ereignisses zu werden, das den Lauf der Geschichte verändern würde. Während die alten Juden blind waren, die Zeichen des Himmels zu sehen und die Geburt ihres Königs zu erkennen, öffnete Gott den arabisch-nabatäischen Weisen die Augen.“

Die EKBO und das Missionswerk betonten, sie „verurteilen jede Form von Antisemitismus und Antijudaismus aufs Schärfste. Antisemitismus ist Gotteslästerung“.

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