Spekulationen über die Umstände der Heimkehr des Minsker Erzbischofs: Entgegenkommen des Papstes an Lukaschenko?


Kaum durfte der Minsker Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz wieder in sein Heimatland reisen, nahm der Papst seinen Rücktritt an – pünktlich zum 75. Geburtstag. In Belarus wird über einen Deal mit dem Machthaber spekuliert.

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Das Schicksal des Minsker Erzbischofs Tadeusz Kondrusiewicz bewegt viele Katholiken in Belarus sehr. In einer beispiellosen Strafaktion hatte Diktator Alexander Lukaschenko ihm vier Monate lang die Wiedereinreise in sein Geburtsland Belarus untersagt, nachdem der Erzbischof für wenige Tage Polen besucht hatte. Erst als Papst Franziskus den belarussischen Machthaber per Brief bat, den Vorsitzenden der Bischofskonferenz nach Minsk heimkehren zu lassen, kam grünes Licht.

Getrübte Freude über Heimkehr Kondrusiewiczs

Doch die Freude der Gläubigen über Kondrusiewiczs Rückkehr in die Hauptstadt an Heiligabend schlug in Enttäuschung um, als Franziskus am 75. Geburtstag des Geistlichen kurz danach dessen Rücktritt annahm. Bischöfe sind kirchenrechtlich angehalten, zu diesem Zeitpunkt ihren Amtsverzicht anzubieten. Nicht selten verlängert der Papst allerdings Amtszeiten um ein paar Jahre.

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